Erntedank

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Vor fünf Jahren haben wir in unserem Garten Apfel- und Mirabellenbäume gepflanzt, Beerensträucher gesetzt und Gemüsebeete angelegt. Von Jahr zu Jahr konnten wir das Wachstum der Pflanzen beobachten und nach relativ kurzer Zeit die ersten Früchte ernten. Es ist jedes Jahr ein kleines Wunder, wie aus einer Blüte oder aus einem Samenkorn Gemüse und Obst heranwächst.

Nach mehreren ertragreichen Jahren ist die Ernte bei Obst und Gemüse in diesem Jahr deutlich geringer. Durch Trockenheit und starke Sonneneinstrahlung verursacht. Umso mehr freue ich mich, dass die Tomaten reichlich tragen und ausgesprochen lecker sind.

Es git keine Garantie, dass wir jedes Jahr eine reiche Ernte haben. Das macht mich demütig und dankbar. Egal, wie viel Zeit wir investieren und wie hart wir arbeiten, wir brauchen Sonne, Regen, Wind und vor allem Gottes Segen.

Als Hobbygärtner trifft mich eine schlechtere Ernte in meinem Garten nicht so hart. Uns geht es gut und wir können nahezu jederzeit alles kaufen, sei es auf dem Markt oder im Supermarkt. Aber auch das ist nicht selbstverständlich!

Unser Wohlstand kann jederzeit durch Missernten, Kriege oder Naturkatastrophen bedroht sein. Können wir gut damit umgehen, wenn wir nicht mehr alles kaufen können, was wir wollen? Sind wir dann noch dankbar oder konzentrieren wir uns eher darauf, was wir nicht haben können?

Dem Apostel Paulus waren schlechte Umstände vertraut, aber er hielt sich stets fest an Gott. So schreibt er im Brief an die Philipper: "Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!" (Philipper 4,6) und wenige Zeilen später: "Ob ich nun wenig oder viel habe, beides ist mir durchaus vertraut, und ich kann mit beidem zufrieden sein: Ich kann satt sein und hungern; ich kann Mangel leiden und Überfluss haben". (Philipper 4,12) 

Das Erntedankfest ist eine gute Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie reich beschenkt wir sind.

Petra D.

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Eddi – Patenkind des Kindergottesdienstes