Meine Worte
Worte sind wie Pfeile – einmal abgeschossen, kann man sie nicht mehr zurückholen. Ein Pfeil bohrt sich tief in sein Ziel hinein und dies im Guten wie im Schlechten. Mit ein und demselben Mund werden liebevolle Worte sowie verletzende Worte ausgesprochen. Sie können ermutigen oder niedermachen, trösten oder kränken, segnen oder verfluchen, Leben bringen oder den Tod.
Damit haben unsere Worte die Macht, Leben zu beeinflussen und zu verändern.
Genauso wie wir keine negativen Worte empfangen möchten, sollten wir auch keine aussprechen. Nachdenken vor dem Reden ist mehr als hilfreich. Worte sind weit mehr als Schall und Rauch, seelische und körperliche Gesundheit gehören zusammen. Bereits Salomo hat dies erkannt: „Freundliche Worte sind wie Honig – süß für die Seele und gesund für den Körper.“ (Sprüche 16,24)
Wenn ich auf Jesus blicke, fällt mir auf: Er hat klare und deutliche Worte gesprochen, aber dabei nie einen Menschen verletzt. Er war direkt und doch barmherzig und wertschätzend und hat damit die Herzen der Menschen erreicht. In mehreren Bibelstellen können wir lesen, wie unsere Worte sein sollen:
"Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Bösen." (Matthäus 5,37) Wir sollen ehrlich, aufrichtig und klar reden, keine Eide und überflüssigen Worte aussprechen.
"Ich sage euch aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Tage des Gerichts von jedem nichtsnutzigen Wort, das sie reden."(Matthäus 12,36)
Wir sollen unnötige Worte, Klatsch und Tratsch vermeiden – denn sie haben Auswirkungen.
"Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet." (Matthäus 7,1) Wir sollen andere nicht verurteilen und nicht schlecht über sie reden, sondern Segen zusprechen.
"Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse bringt aus dem bösen das Böse hervor; denn aus der Fülle des Herzens redet sein Mund." (Matthäus 12,34)
Wir tragen die Verantwortung für unsere Worte und sie offenbaren unser Herz.
Petra D.