Meine Gefühle
Der Monatsspruch für März 2026 lautet: "Da weinte Jesus". (Johannes 11,35). Jesus weinte am Grab seines Freundes Lazarus. Er trauerte um ihn.
In den Evangelien zeigt Jesus viele menschliche Emotionen wie Freude, Mitgefühl, Trauer oder Angst. Er konnte sogar auch zornig werden. Dazu zwei Beispiele: In Johannes 2,13-17, können wir von der Tempelreinigung lesen. In Markus 10,14 lesen wir davon, dass Jesus unwillig wurde, als seine Jünger Kinder wegschicken wollten. Jesus wurde zornig, wenn sein Vater im Himmel entehrt wurde, wenn Menschen herzlos gehandelt haben, bei Ungerechtigkeit oder fehlendem Mitgefühl. Sein Zorn ist kein impulsiver Wutausbruch, sondern ein Zeichen von Liebe. Wow, daran kann sich manch einer ein Beispiel nehmen!
Jesus versteckte seine Gefühle nicht, sondern zeigte sie offen. Mich beeindruckt dies sehr. Wenn Jesus, also Gott selbst, Gefühle zeigt, warum sollte ich das dann nicht auch tun? Unsere Gefühle sind eine bedeutende Facette unseres Menschseins. Ohne sie könnten wir vieles nicht empfinden oder ausdrücken. Es ist schwierig, mit Menschen Beziehungen aufzubauen die keine Gefühle zeigen. Andererseits kommen wir mit unseren Gefühlen oft nicht klar, zum Beispiel, wenn die Gefühlslage der einzig entscheidende Faktor ist.
Gute wie auch schlechte Gefühle gehören zu unserem Leben und sollten nicht ausgeblendet werden. Wir sollen uns aber nicht von ihnen kontrollieren lassen. Verstand und Gefühle gehören zusammen, beides ist uns von Gott gegeben. Wir können lernen, auf unsere Gefühle zu achten und sie auszusprechen. Wir können lernen, nicht an negativen Gefühlen festzuhalten. Und wir können von Gott lernen, wann es angebracht ist, zornig zu sein.
Jesus, der selbst Mensch war, ist die beste Anlaufstelle, wenn wir von unseren Emotionen übermannt werden.
Petra D